Internet.de Census: Statistikserver für BIG-DATA und Zeitserien

Mit dem neuen Statistikserver Census stellt Interactive Network eine Software zu Verarbeitung von großen Datenmengen (BIG-DATA) vor.

Wissenschaftlicher Einsatz

Census befindet sich seit 2012 im wissenschaftlichen Projekt (FIT-BEE) zur Verarbeitung von Zeitserien im Einsatz.

Im Verbund mit mehreren Deutschen Universitäten werden Gewichtsdaten als Indikator für die Vitalität von Bienenvölkern mit Feuchte und Temperatur verglichen, um so die „Fitness“ eines Bienenvolkes in Abhängigkeit der erfassten Klimaelemente zu messen.

Die Daten wurden für alle Bienenvölker in einem 5-Minutenintervall aufgezeichnet und im Census Server verarbeitet. Bei knapp 200 Bienenvölkern ergaben sich innerhalb der Projektdauer (4 Jahre) eine Datenmenge von knapp 82 Millionen Datensätzen.

Grapische Schnellauswertung
Graphische Darstellung des Gewichts des Bienenstocks in Abhängigkeit von Feuchte, Temperatur und Batterieladestand über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren

BIG-DATA

Um Massendaten effizient zu verarbeiteten, verfügt Census über zwei integrierte Programmiersprachen:

  • Calculon: Programmiersprache zur Verarbeitung von Zeitserien und Manipulation von Daten an den jeweiligen Einzelzeitpunkten.
  • R – Statistik Software: Softwareumgebung für statistische Berechnungen und Graphiken

Architektur

Census basiert auf dem internet.de Framework und ist vollständig in Java programmiert. Der Server ist als Appliance oder Cloud Service nutzbar. Die Benutzerschnittstelle ist vollständig HTML basiert, so dass mehrere Personen gleichzeitig auf dem Server arbeiten und unabhängig voneinander Auswertungen durchführen können.

Dabei wird die Datenintegrität stets gewahrt: Die Rohdaten bleiben immer unverändert und werden bei Verarbeitung durch die Benutzer in deren Datenpool separat gespeichert.

Effiziente Berechnung

Bei der Vielzahl von Datenwerten ist die Neuberechnung bei obigem Beispiel zeitraubend. So würde bei 82 Millionen Datenpunkten die Berechnung mehrere Stunden benötigen. Um eine Neuberechnung aller Daten zu vermeiden, verfügt internet.de Census über eine differentielle Rechenmethode: Nur die Daten, die neu hinzugekommen sind werden bei einem Durchlauf neu kalkuliert.

Und wenn zusätzliche Rechenschritte hinzugefügt werden, beginnt die Berechnung erst ab der neuen Rechenanweisung, ältere Rechenschritte, die unverändert sind, werden ausgelassen. Damit erspart sich der Server die komplette Neuberechnung der Datenbasis und spart somit Zeit und Rechenkapazität.

Private / Public Cloud

Internet.de Census ist sowohl für die eigene Cloud als auch als Public Cloud Produkt erhältlich. Die private Cloud lässt sich einfach innerhalb einer virtuellen Maschine auf Ihrem Server installieren. In der Public Cloud bekommen Sie von uns einen Zugang per Web (https) und können ohne eigene Installation sofort loslegen. In unserem Rechenzentrum am DE-CIX Frankfurt haben wir dazu beste Verbindungen ins Internet, so dass Sie von einem Institut, einer Firma oder von zu Haus schnell und sicher auf Ihre Daten zugreifen können.

Gefördertes Projekt

Internet.de Census wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) (http://www.ble.de) gefördert.

Gefördert durch Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung

Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

 Mandantenfähig

Auf dem Census Server können mehrere Personen gleichzeitig an Ihren eigenen Daten arbeiten, ohne  dabei die Daten der anderen zu gefährden. Daten eines Benutzers sind auch nur für ihn selbst sichtbar außer er will den Zugriff (nur Lesen oder Lesen-Schreiben) für Andere zulassen.

Auch in Gruppen können mehrere Personen eigene Auswertungen vornehmen und später die Zwischenergebnisse für andere Mitglieder zugänglich machen.

Falsche Rechnungen mit Rufnummerkennung „internet.de“

In den vergangenen Wochen kam es bei einigen Handybesitzern zu Abbuchungen auf dem Handy-Vertragskonto mit dem angeblichen Anbieter oder der Rufnummernkennung „internet.de“.

Im Support laufen dazu bei uns täglich Anfragen ein, warum wir illegal Geld von Handykonten abbuchen…

Dazu erklären wir folgendes:

Wir, die Interactive Network Communications GmbH, die Besitzerin der Domain „internet.de“, unterhalten kein Mobilfunknetz und bieten auch keine kostenpflichtigen Dienste für Mobilfunk an. Wir stellen auch keine Rechnungen an Handybesitzer oder Mobilfunkvertragsbesitzer über die Mobilfunkanbieter aus.

Insbesondere die Benutzung unserer Webseite ist kostenlos.

Wir können den betroffenen Mobilfunkbesitzern derzeit nur folgendes raten:

  1. Legen Sie Rechnungseinspruch bei Ihrem Mobilfunkanbieter ein
  2. Stellen Sie Strafanzeige bei der Polizei
  3. Infomieren Sie die Bundesnetzagentur in dieser Sache (Link: Bundesnetzagentur)

 

Nachtrag 1 (16.12.2015):
Der Anbieter Alditalk wurde von uns informiert, dass sie auf den Rechnungen in der Kategorie Datenverbindung Inland die Rufnummer „internet.de“ verwenden und damit die Kunden in die Irre führen, wir würden diese Rechnungen erwirken.
Es handelt sich aber um Datenverbindungen ins Internet an beliebige Destinationen in Deutschland, die wohl in mindestens einem Aldi Tarif kostenpflichtig sind. Dabei taucht dann unsere Domain als Rufnummer auf – was definitiv ein Fehler seitens Alditalk ist!

Alditalk wurde auf den Fehler der Rechnungsstellung und die Markenrechtsverletzung unseres Namens und der Domain „internet.de“ am 16.12.2015 per Fax und Brief informiert.